DER RAT DER WEISEN
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Der Staudamm in der Bergprovinz Irgistan

Der Fluss, der hier Ideengeber war, ist der Nil. Bei diesem Namen denkt vermutlich jeder sofort an Ägypten: Dort mündet der Nil in das Mittelmeer und für dieses Land ist der Nil schon seit der Antike fast die einzige Süßwasserquelle. Ohne den Nil gäbe es kein Ägypten und keine Pyramiden.

Der Nil ist aber auch einer der längsten Flüsse der Welt, und bevor er in Ägypten ankommt, sind seine Zuflüsse (vor allem der Weiße Nil und der Blaue Nil) schon durch die Länder Äthiopien, Sudan und Uganda geflossen. Auch für diese Länder ist der Nil sehr wichtig, denn gerade Äthiopien und der Sudan werden immer wieder von schlimmen Dürren und Hungersnöten heimgesucht und sind auf Wasser angewiesen.

Kein Wunder also, dass alle Länder am Nil schon Staudämme gebaut haben: Niemand könnte auf eine sichere Wasserversorgung und den gewonnenen Strom verzichten. Zurzeit bauen Äthiopien, der Sudan und Uganda aber noch weitere, größere Staudämme und langsam wird Ägypten nervös. Wenn diese anderen Länder nämlich zu viel Wasser aus dem Nil abzapfen, um damit z.B. ihre Felder zu bewässern, dann bleibt am Ende womöglich nicht mehr genügend Wasser für Ägypten übrig. Ägypten versucht deswegen, die drei anderen Länder zu beeinflussen, damit die den Nil nicht zu einem kleinen Rinnsal verkümmern lassen.

 

 

 

Stichworte für Neugierige: Dürre, Wasserkraft, Staudamm, Blauer Nil, Staudämme am Nil